Lernkartei Industriemeister Glas – Praxis & Prüfung

:books: Lernkartei Industriemeister Glas – Praxis & Prüfung


:fire_extinguisher: 1. Sicherheitsunterweisung im Glasbetrieb

  • jährlich verpflichtend, bei Jugendlichen halbjährlich
  • bei neuen Maschinen/Arbeitsplätzen: sofort
  • Inhalte: Gefahren, PSA, Verhalten bei Störung/Brand
  • Dokumentation: Thema, Datum, Name, Unterschriften
  • Verantwortlich: Meister + Sicherheitsfachkraft

:biohazard: 2. Umgang mit Gefahrstoffen

  • Typisch: Soda, Sulfate, Arsen-, Antimonverbindungen
  • Gefahren: Reizung, Verätzung, Staubinhalation
  • Maßnahmen: geschlossene Förderung, PSA, Absaugung
  • Redoxverhalten beeinflusst Glasfarbe und Klarheit

:clipboard: 3. Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe

  • Pflichtinhalte laut Sicherheitsdatenblatt:
    1. Bezeichnung & Hersteller
    2. H-/P-Sätze
    3. Erste Hilfe
    4. Brandbekämpfung
    5. Handhabung & PSA
    6. Entsorgung
  • Müssen am Arbeitsplatz aushängen

:busts_in_silhouette: 4. Mitarbeiterführung im Technikbereich

  • Führung heißt: Aufgaben verteilen, Sicherheit gewährleisten
  • Verantwortlich auch bei Delegation
  • Rückmeldungen, Zielvereinbarungen, Feedbackgespräche wichtig
  • Motivation durch Vertrauen und Anerkennung

:counterclockwise_arrows_button: 5. KVP & BVW im Glasbetrieb

  • KVP = systematische Verbesserung durch alle Mitarbeitenden
  • BVW = Vorschläge werden belohnt (z. B. Prämien)
  • Beispiele: Energieeinsparung, Materialoptimierung
  • Ziel: weniger Fehler, weniger Kosten, mehr Beteiligung

:brick: 6. Auswahl von Stellvertretern

  • Kriterien:
    • Fachwissen (Schmelze, Wartung, Energie)
    • Sozialverhalten, Kommunikation
    • Selbstorganisation & Problemlösungsfähigkeit
  • Stellvertretung braucht klare Aufgaben und Kompetenzen

:brain: 7. Qualitätsbewusstsein im Team stärken

  • Null-Fehler-Strategie erklären
  • Fehler nicht bestrafen, sondern Ursachen beheben
  • Maßnahmen: Aushänge, Belohnung, Qualitätstage, Kennzahlen sichtbar machen

:money_with_wings: 8. Budgetabweichungen erkennen & handeln

  • Ursachen:
    • ineffiziente Abläufe
    • schlechtes Material
    • unvorhergesehene Ausfälle
  • Gegenmaßnahmen:
    • Schulungen
    • bessere Disposition
    • optimierte Planung

:puzzle_piece: 9. Null-Fehler-Strategie (NFS)

  • Fehler sollen nicht korrigiert, sondern vermieden werden
  • Regeln:
    1. Kein fehlerhaftes Teil produzieren
    2. Kein fehlerhaftes Teil weitergeben
    3. Fehlerursache ermitteln & abstellen
  • Umsetzung z. B. über Poka Yoke oder Checklisten

:bar_chart: 10. Kapazitätsplanung

  • berücksichtigt: Maschinen, Mitarbeitende, Zeiten, Wartung
  • Ziel: Engpässe erkennen, Ressourcen optimal verteilen
  • wichtig bei Schmelzwannenausfällen oder saisonalem Bedarf
  • Grundlage für sinnvolle Schichtplanung

:man_student: 11. Übernahme Auszubildende

  • Kriterien: Zeugnisse, Verhalten, Prüfung, Entwicklungspotenzial
  • Bewerbungsmappe: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, ggf. Praktikum
  • Gespräche mit Fachabteilungen helfen bei Entscheidung
  • Jugendliche unter 18: rechtliche Vorgaben beachten

:shield: 12. Sicherheitsbegehungen – Checkliste

  • PSA korrekt getragen?
  • Fluchtwege frei & gekennzeichnet?
  • Feuerlöscher, Notdusche sichtbar?
  • Not-Aus und Abschaltungen geprüft?
  • Schulung & Dokumentation vorhanden?

:package: 13. Materialfluss und Störungen

  • Ursachen: Rohrverstopfung, Viskosität zu hoch, Steuerfehler
  • Gegenmaßnahmen:
    • Sensorik (Füllstand, Viskosität)
    • vorbeugende Instandhaltung
    • geschulte Anlagenbediener

:light_bulb: 14. Investitionsentscheidung

  • Methoden: Kostenvergleich, Amortisation, Rentabilität
  • Kriterien: Verbrauch, Technikstand, Wartungskosten
  • Anwendung: z. B. Auswahl neuer Brenner oder Öfen
  • Immer Nutzen gegen Kosten abwägen

:teacher: 15. Qualifikationsdefizite erkennen

  • Beobachtung + Feedbackgespräche führen
  • Maßnahmen: Einarbeitungsplan, Mentoren, externe Schulung
  • Lernkontrollen durchführen
  • nicht nur Fachwissen, auch Sozialverhalten bewerten

:megaphone: 16. Delegation – Was darf ich, was nicht?

  • delegierbar: technische Ausführung, Berichte, einfache Einweisungen
  • nicht delegierbar:
    • Sicherheitsverantwortung
    • Führung & Entwicklung
    • rechtlich relevante Aufgaben
  • Erfolgreiche Delegation braucht Vertrauen & Kontrolle